06.06.2019 | Marcel Trost

Freistaat unterstützt Kommunen beim Erhalt von Freibädern

„Unsere Kinder sollen weiterhin wohnortnah das Schwimmen lernen können. Der Freistaat unterstützt die Kommunen deshalb jetzt freiwillig mit einem wuchtigen Förderprogramm für Freibäder“, betont Landtagsabgeordneter Martin Mittag.


Bayern stellt hierzu insgesamt 120 Millionen Euro bereit. Die Programmlaufzeit beträgt sechs Jahre.

„Die Errichtung und der Betrieb kommunaler Schwimmbäder ist eigentlich eine Aufgabe der jeweiligen Gemeinden und Städte“, verdeutlicht Martin Mittag. „Der Freistaat übernimmt nun jedoch bis zu 55 Prozent der Sanierungskosten von Schwimmbecken, Umkleiden und Technikbereichen.“ Interkommunale Lösungen sollen besonders berücksichtigt werden. Dass es gelungen ist, ein Freibad-Förderprogramm mit dem neuen Haushalt aufzusetzen, sei ein Erfolg der CSU-Landtagsfraktion, so Mittag. „Der Freistaat beweist einmal mehr, dass er insbesondere finanzschwache Kommunen bei ihren Herausforderungen nicht untergehen lässt.“

In Bayern gibt es rund 860 kommunale Hallenbäder und Freibäder. Der Mittelbedarf für die Sanierung von Freibädern beträgt derzeit etwa 480 Millionen Euro. Der durchschnittliche Fördersatz wird entsprechend der individuellen Leistungsfähigkeit der Kommunen bei ungefähr 25 Prozent liegen. Nicht förderfähig sind allerdings Sauna- oder Spaßbadbereiche wie Sprungbecken und Wellenbecken. In den nächsten Wochen wird das Programm mit den kommunalen Spitzenverbänden noch endgültig abgestimmt. Danach sollen die neuen Richtlinien möglichst bald in Kraft treten und die Förderung der Maßnahmen kann beginnen.